
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
mit den ersten Worten als neuer Kreistagspräsident möchte ich das zum Ausdruck bringen, was mich am stärksten bewegt.
Das Wahlgeschehen ist vorbei und doch bin ich immer noch erfüllt von der großen Freude über das Vertrauensvotum, das Sie mir als Wähler und Kreistagsmitglieder aller demokratisch vertretenen Parteien des Kreistages gegeben haben. Es gibt für mich in meinem neuen Amt keine Anhänger oder Gegner, sondern nur Bürger unseres Kreises Bad Doberan, für deren Wohl ich mich mit allen Kreistagsmitgliedern mit ganzer Kraft einsetzen möchte.
Es ist heute sicher nicht die Zeit, Ihnen mit fertigen Konzepten oder gar Rezepten meine Tätigkeit als Kreistagspräsident vorzustellen. Dafür wird in den ausstehenden Beratungen und Sitzungen Zeit genug sein.
Grundvoraussetzung für das Erreichen unserer gemeinsamen Ziele ist jedoch, eine fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kreistag als Beschlussorgan des Landkreises einerseits und der Kreisverwaltung andererseits. Wenn beide Partner bemüht bleiben, nicht auf vermeintliche Rechte und Pflichten zu beharren, sondern in wechselseitiger Offenheit das gemeinsame Ziel eines starken Kreises Bad Doberan anzustreben, werden wir es auch weiterhin erreichen. Toleranz, gegenseitige Rücksichtnahme, Duldsamkeit und ein guter Schuss Fairness sowie politische Redlichkeit müssen zusammenwirken.
Einer allein ist allein. Diese alte Weisheit gilt in besonderem Maße für mich als Kreistagspräsident. Ich möchte dazu beitragen, dass das Zusammenspiel zwischen Kreisverwaltung und Kreistag vertrauensvoll sein wird.
Jedoch entscheidet nicht nur ein gutes internes Verstehen über das Wohl eines Gemeinwesens. Ebenso bedeutsam ist ein gutes Verhältnis zum Land Mecklenburg-Vorpommern und somit zur Landesregierung. Es wird immer gut sein, wenn Kreisverwaltung und Landesregierung Aufsichtsinstanz in zweiter, jedoch Selbstverwaltungskörperschaft in erster Linie sind. Ein ebenso gutes Einvernehmen werde ich zu unseren Nachbarkreisen anstreben. Mehr denn je wirkt Kommunalpolitik über die Grenzen des eigenen Kreises hinaus. Regelmäßige Sprechstunden, Bürgergespräche zu einzelnen Themen, eine intensive Pressearbeit und weitestgehend öffentliche Sitzungen des Kreistages, das soll zu meinem Handwerkszeug gehören. Eine gewisse Kommunalverdrossenheit und eine wirklich wachsende Entfremdung des Menschen zu seiner kommunalen Behörde kann man teilweise feststellen und beklagen. Die Ursachen hierfür mögen mannigfacher Art sein. Deshalb gilt für mich und für die verantwortlichen Organe die Notwendigkeit, die Umwelt des Bürgers zu verbessern, ihn an der Lebensgemeinschaft unseres Kreises Bad Doberan mit unseren Dörfern und Städten stärker zu interessieren und ihn wieder davon zu überzeugen, dass Verwalten nicht Selbstzweck, sondern eine gemeinschaftsbezogene, dem Gemeinwohl dienende Tätigkeit ist.
Die jetzige Situation, was die Kreisgebietsreform anbetrifft, ist für uns als Kreis Bad Doberan von großer Wichtigkeit, uns in der neuen Struktur wiederzufinden, um die Interessen unserer gesamten Kreisein-wohnerschaft zu vertreten. Die Bürgernähe ist mir wichtig. Mein Ziel, dem Wohl des Bürgers zu dienen, habe ich eingangs genannt. Dazu fällt mir dieses Wort von Christian Morgenstern ein:
"Wer vom Ziel nichts weiß, kann den Weg nicht haben..."
Nur so können wir den schönen Landkreis Bad Doberan gemeinsam in der Zukunft so entwickeln, dass wir in allen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge den Ansprüchen des Bürgers von morgen gerecht werden.
Es grüßt Sie sehr herzlich
Ihr Kreistagspräsident
Fred Ibold
Landkreis Bad Doberan
August-Bebel-Strasse 03
18209 Bad Doberan
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