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Jagen – Sammeln – Fischen in der mittleren Steinzeit

Die Küsten waren in der mittleren Steinzeit um 8.000-4.100 v. Chr. sehr stark strukturiert. Jäger-, Fischer- und Sammlergruppen hatten ihre Jagdstationen häufig auf trockenen Plätzen, an Gewässern, unmittelbar an geschützten Küstenbuchten oder auf Landspitzen, die ins Meer ragten. Durch den späteren Meeresanstieg liegen sie heute bis zu 14 m unter dem Meeresspiegel.

Mit der zunehmenden Erwärmung, der damit verbundenen längeren Vegetationszeit, siedelten sich zahlreiche jagdbare Tiere und zum Verzehr geeignete Pflanzen an, die den Tisch für kleine Jäger-, Sammler- und Fischergruppen reich deckten. Die Gewässer und besonders die Küste trugen mit dem Fischreichtum dazu bei. Pfeil und Bogen spielten eine wesentliche Rolle. Der Hund war bei der Jagd und im Alltag schon längst ein treuer Begleiter. Sogenannte Mikrolithen (Kleinstgeräte aus Feuerstein), typische Pfeilspitzen, Kern- und Scheibenbeile, Stichel und Pickel und andere Geräte aus Feuerstein sowie verschiedene Geweihgeräte und Geröllkeulen sind inzwischen aus vielen Teilen unseres Landkreises bekannt.

Mit der zunehmend Erwärmung wurde die Vegetation urwaldartig und damit die Jagd auf fleischreiches Großwild (Hirsch, Ur, Reh, Wildschwein, Elch, Wildpferd, Bär usw.) erschwert. Da kamen die Menschen um 4.100 v. Chr. mit den ersten Einflüssen von Bodenbau und Tierhaltung in Berührung. Der Übergangsprozess war sehr langwierig. Importe (sogenannte Schuhleistenkeile in Detershagen, Retschow, Zweedorf) aus südlichen Regionen belegen die Verbindungen nach Süden.